Internationales Jugendtreffen in Taizé

 

Taizé

Seit 1989 findet in der letzten Schul­woche vor den Ferien eine Fahrt nach Taizé statt. Annähernd 100 Schülerinnen und Schüler aus Düren sind jedes Jahr dabei, auch Ehemalige zieht es immer wieder dahin.

Taizé - was ist das?

Taizé ist ein kleines Dorf in Burgund (Frankreich). Im August 1940 kommt Frère Roger 25-jährig hierher, um eine Gemeinschaft zu gründen, ein “Gleichnis der Gemeinschaft“ zu verwirklichen und es mitten in die Not der Zeit zu stellen. Nach zwei Jahren schließen sich ihm die ersten Brüder an. Jahr für Jahr wird die Gemeinschaft größer, der heute etwa hun­dert Brüder verschiedener Konfession aus über 25 Nationen angehören.

Einfacher Lebensstil

Die Brüder akzeptieren für sich keine Spenden und legen keine Rücklagen an. Ihren Lebensunterhalt und den anderer bestreiten sie mit dem Erlös ihrer Arbeit. Einige der Brüder leben in kleinen Frater­nitäten unter den Ärmsten in Asien, Afrika, Latein- und Nordamerika.

Der einfache Lebensstil kennzeichnet auch die wöchentlichen Jugendtreffen, die in Taizé stattfinden.

Jugendtreffen

Seit 1957/58 kommen junge und auch weniger junge Menschen nach Taizé. Das ganze Jahr über finden, jeweils von Sonntag zu Sonn­tag, Treffen mit Jugendlichen aus bis zu 70 Nationen statt, um zu den Quellen des Glau­bens zu gehen und Wege zu fin­den, wie sich “inneres Leben und Solida­rität mit den Menschen“ im Alltag verbin­den lassen.

Warum die Kaufmännischen Schulen nach Taizé fahren?

Horizonterweiterung

Das Zusammenleben mit jungen Men­schen aus aller Welt weckt Toleranz und Achtung vor Angehörigen anderer Natio­nen, Kulturen und Konfessionen und wirkt damit Vorurteilen und extremistischen Tendenzen entgegen. In eigenen Gruppen werden gesellschaftliche Fragen sowie wirtschaftliche und kulturelle Aspekte the­matisiert. Ganz nebenbei finden im ungezwungenen Umgang mit Jugendlichen aus aller Welt Fremdsprachenkenntnisse Anwendung.

Gemeinschaftserfahrung

Während ihres Aufenthaltes in Taizé erleben die Jugendlichen, dass ein Leben in Gemeinschaft nur funktionieren kann, wenn sich alle in die vorgesehenen Programmpunkte wie auch in die praktischen Arbeiten mit einbringen. Der einfache Lebensstil, den bei den Treffen alle teilen, lässt den Luxus daheim in einem anderen Licht erscheinen. Solidarität und Rücksichtnahme werden gelebt und praktisch erfahbar.

Selbstfindung und religiöse Erfahrung

Bei Gebeten, die dreimal am Tag zusammen mit den Brüdern der Communauté stattfinden, schaffen meditative Gesänge, kurze Texte und eine Zeit der Stille eine ruhige Atmosphäre, in der jede und jeder über den eigenen Lebensweg und dessen Sinn nachdenken und sich für das Geheimnis der Gegenwart Gottes öffnen kann.
In den Brüdern begegnen die Jugendlichen Menschen, die einerseits ein klares religiöses Lebensengagement eingegangen sind, sich andererseits aber nicht als Meister geistlichen Lebens verstehen. Taizé ermöglicht Erfahrungen mit der Kirche.

Rückbindung an den Schulalltag

Im Rahmen eigener Treffen, bei denen gemeinsam überlegt wird, wie das in Taizé Erlebte daheim weitergeführt werden kann, werden die Jugendlichen ermutigt, sich daheim in ihrem eigenen Umfeld - gerade auch an der Schule - zu engagieren.

Alle Informationen zum nächsten Jugendtreffen in Taizé werden rechtzeitig unter News angezeigt.

 

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Letzte Aktualisierung: 22. August 2008